Referent(en)
Dipl.-Fw. Andreas Arnold
Ganz- und Halbtagsseminar
Die neue elektronische Steuerbilanz (E-Bilanz) in der praktischen Anwendung
Für nach dem 31. Dezember 2010 beginnende Wirtschaftsjahre sollte nach den Änderungen des Einkommensteuergesetzes durch das Steuerbürokratieabbaugesetz gem. § 52 Absatz 15 a EStG die Pflicht bestehen, eine elektronische Bilanz sowie eine elektronische Gewinn- und Verlustrechnung (§ 5 b Absatz 1 EStG) zusammen mit den Steuererklärungen an die Finanzämter zu übermitteln. Dieser Zeitpunkt wurde um ein Jahr verschoben. Nach einer Verbandsanhörung im Juli/August 2011 erfolgte neben der Bekanntgabe der endgültigen Übermittlungsschemata (Taxonomien) das Anwendungsschreiben des Bundesministeriums der Finanzen zu § 5b EStG vom 28.9.2011 und die Erkenntnis, dass es für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2011 beginnen, bei der gesetzlichen Übermittlungsverpflichtung nach § 5b EStG verbleibt. Zwar sieht das BMF-Schreiben - in Abhängigkeit von bestimmten Sachverhalten und für das erste Wirtschaftsjahr welches nach dem 31.12.2011 beginnt - ganz allgemein im Rahmen der Billigkeit Übergangsregelungen bzw. Einführungserleichterungen vor. Spätestens für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2012 beginnen, ist allerdings für das Groh der bilanzierenden deutschen Unternehmen die elektronische Übermittlung von Bilanz- und GuV-Daten an die Finanzverwaltung obligatorisch. Die steuerberatenden Berufe müssen sich also zeitnah mit diesem Problemkreis beschäftigen. In dem hier angebotenen Seminar wird nicht nur auf die rechtlichen Rahmenbedingungen eingegangen. Die Taxonomie wird ausführlich erläutert und somit der Übergang auf die E-Bilanz für die Beratungspraxis erleichtert. Der Referent vermittelt als Mitglied der Bundesarbeitsgruppe „E-Bilanz“ damit Wissen aus erster Hand.
Termin
Dienstag, 03.04.2012
15:00 - 18:30 Uhr
Veranstaltungsort
Businesspark Dresden
Bertolt-Brecht-Allee 24
01309 Dresden
Teilnehmergebühr
85,00 EUR zzgl. MwSt.
für Mitglieder des Steuerberater-
verbandes Sachsen e.V. und ihre nicht berufsangehörigen Mitarbeiter
150,00 EUR zzgl. MwSt.
für Teilnehmer die nicht Mitglied im StBV sind
Jeder 5. von einer Praxis gemeldete Teilnehmer, ist gebührenfrei.
Themenübersicht
- Rechtsgrundlagen der E-Bilanz
- § 5 b EStG: Pflicht zur elektronischen Übermittlung von Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen
- § 51 Abs. 4 Nr. 1b EStG: Mindestumfang der nach § 5b elektronisch zu übermittelnden Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zu bestimmen
- BMF-Schreiben v. 19.1.2010 (Az.: IV C 6 - S 2133-b/0)
- BMF-Schreiben v. 3.2.2010 (Az.: IV A 5 -O 1000/09/10055-08)
- BMF-Schreiben v. 28.9.2011 zur elektronischen Übermittlung von Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen; Anwendungsschreiben zur Veröffentlichung der
Taxonomie (Az.: IV C 6 - S 2133 b/11/10009)
- Technische Umsetzung der elektronischen Übermittlung
- Allgemeine Darstellung des Übermittlungsverfahrens bzw. der technischen Grundlagen
- XBRL als Übermittlungsstandard
- Überblick über die Einbindung in den Elster Rich Client (ERiC)
- Vorgaben der Finanzverwaltung
- Grundstruktur und Kernelemente des Datensatzes
- GCD-Daten
- GAAP-Daten
- Verpflichtend bzw. freiwillig zu übermittelnde Berichtsbestandteile
- Definition von
- Mussfeldern,
- Mussfeldern mit Kontennachweisen
- Summenmussfelder / Rechnerisch notwendige Positionen
- Auffangpositionen
- Unzulässige Positionen
- Die Überleitungsrechnung
- Kapitalkontenentwicklung für Personenhandelsgesellschaften und andere Mitunternehmerschaften – Übergangsregelung bis zum 31.12.2014
- Besonderheiten bei Abschreibungen auf Sachanlagen und außerplanmäßige und Sonderabschreibungen
- Übermittlung von „NIL“-Werten
- Analyse der Vorgaben der Finanzverwaltung - Auswirkungen für die Praxis
- Allgemeine Analyse der Finanzverwaltungsvorgaben
- Auswirkungen der Vorgaben auf die bisherige Buchhaltungs- und Bilanzierungspraxis - Darstellung der Abweichungen
- Anforderungen an die verwendete Software – Notwendigkeit der Erstellung von Mappingtabellen?
- Einfluss der Änderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes auf die Bearbeitungsreihenfolge - Zeitgleiche Erstellung von Handels- und
Steuerbilanzen?
- Analyse der durch die Finanzverwaltung verfolgten Ziele



